• gallery-item

 

 

Die Tram ratterte hinter mir vorbei auf ihrem Weg tiefer in die Eingeweide der Stadt. Ich war pünktlich. Die Standortverfolgung, die wir beide immer starteten um sich einfacher zu finden verriet mir, dass ich wohl noch eine Weile auf meine Begleitung verzichten muss. Es regnete. Eigentlich mag ich den Regen in der Hauptstadt. Heute nicht. Ich bin mit einem zu sommerlichen Gefühl in den Tag getrampelt und wurde mit fortschreitendener Uhrzeit auf den kalten, nassen Boden der Tatsachen zurückgeholt. „Okay. Mache ich Bilder um mir die Zeit zu vertreiben.“ Aus der Ferne entdeckte ich eine Menschenschlange an einem Restaurant. Die Polonaise zog sich dicht an der Häuserwand entlang um den feuchten Gesellen aus der Luft nicht im Weg zu stehen. Ich sah nur Rücken und entschloss mich, mich der Front zu widmen. Einige Schritte vorbei begann eine kleine Baustelle und wie es sich für die Berliner Ordnung gehört wurde diese auch mit Warnlampen farblich eingegrenzt. Für Berlin allerdings auch nicht untypisch, dass diese Lampen zerstört sind. Doch was ich zum ersten Mal in einer kaputten Lampe entdeckte ging weit weg von Zerstörung. Ein Pärchen am Kopf der Warteschlange. Der Regen war egal. Das Warten war egal. Die anderen Menschen auch egal. Es gab nur diese Zwei. Und das ist ihr Bild.